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Sabine Thanner
Sabine Thanner ist Leiterin des Tanzenden Theaters Wolfsburg, langjährige Teilnehmerin an Kursen des choregrafischen Ateliers der Akademie Remscheid und inzwischen hier als Assistentin
tätig.
Tanzpädagogik, Coaching für Jungchoreografinnen und choreografisches Atelier bei Ronit Land
Wer erfahren möchte, wie ein Fehler zu einem unglaublich intensiven kreativen Prozess führen kann, der wird an der Akademie Remscheid im Studium der Tanzpädagogik bei Ronit Land
sein schöpferisches Potential kennen lernen. Es ist Ronit Lands strukturierende und alle Ebenen durchdringende Ausbildungsarbeit, die uns erst blaue Flecken mit Anne Halprins Bewegungsvokabular
sammeln lässt, um aus unseren antrainierten Mustern zu treten und unseren Körper neu zu entdecken und später uns zu Choreografien anspornt, denen das Entwicklungsprinzip von Anne Halprin und
Ronit Lands choreografische Erfahrung und künstlerische Kompetenz zugrunde liegt. Natürlich ist es von Vorteil, wenn schon eine gewisse Körpererfahrung vorhanden ist, um in das vielfältige
Ausbildungsprogramm zur Dipl. Tanzpädagogin einzusteigen. Ronit Land hat in die Ausbildung genügend Stationen eingebaut, die einen an die eigenen Grenzen bringen oder die bisherigen erweitern.
Dabei lässt sie zu, dass man eher körperorientierter oder künstlerischer Arbeiten kann, bzw. zu unterrichten lernt. Es ist ein Abenteuer und in jedem Fall eine ungewöhnliche Bereicherung für
jeden, der gerne tanzt, Tanzen unterrichten möchte und in jedem Fall auch für erfahrene Tänzer und Tänzerinnen, die sich dem Unterrichten von Tanz oder dem Anleiten von Tanzprojekten widmen
möchten.
Ich hatte das Glück nach der Tanzpädagogik direkt ins Coaching für Jungchoreografinnen einsteigen zu dürfen. Die zwei Jahre Assistententätigkeit bei Ronit Land vertieften, was
ich zuvor erlebt hatte und schufen erneut neue Potentiale, aus denen sich Bewegungsmaterial schöpfen ließ. Meine Choreografien haben sich schon während der Ausbildung gewandelt, erhielten jedoch
im Verlauf der Assistententätigkeit eine weitere Veränderung. Es ist unglaublich, wie intensiv sich durch Bewegungen, denen, als sie erschaffen wurden, keine Emotion zugrunde gelegt wurde, ein
tiefes emotionales Erleben beim Betrachten und beim Tanzen erfahren lässt. Ebenso verdanke ich der Arbeit mit Ronit Land eine Vertiefung meiner Fähigkeit, mit Leichtigkeit die Tänzer und
Tänzerinnen an ihre eigenen schöpferischen Potentiale zu führen, so dass sich immer wieder ungewöhnliche Bewegungen finden lassen und Choreografien mit sehr eigenwilliger Dynamik entstehen.
Letztendlich ist das choreografische Atelier eine konsequente Fortsetzung dessen, was zuvor in der Ausbildung zur Tanzpädagogik als Basis gelegt wurde. Tänzer und Tänzerinnen
werden dort mit unterschiedlichen choreografischen Methoden, Bewegungssprachen und Improvisationstechniken vertraut gemacht, dort kommt man in Kontakt mit Ronit Lands choreografischer Sprache,
dort lernt man andere Tanzsprachen zu sprechen und dabei die eigene Tanzsprache auszubilden. Die Tänzer und Tänzerinnen sind immer am Prozess beteiligt, unterschiedliche Auftrittsmöglichkeiten
bilden die Öffnung zur Außenwelt, damit der Tanz nicht unter sich bleibt, sondern sich ins Gespräch mit den Sinnen der Zuschauer bringt.
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